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Geostationär

Geostationär

Es wird gesagt, dass ein Satellit geostationär ist oder sich durch eine geostationäre Umlaufbahn bewegt, wenn er über einem bestimmten Punkt unseres Globus bewegungslos bleibt.

Um diesen Effekt zu erzielen, sind zwei Bedingungen erforderlich: Die Umlaufbahn des Satelliten muss auf der Ebene des Erdäquators liegen und die Umlaufzeit muss synchron zur Erdrotation sein. Mit anderen Worten, dass sich der Satellit zur gleichen Zeit um unseren Planeten dreht, während er sich vollständig um seine eigene Achse dreht. Eine so hergestellte Umlaufbahn hat eine Höhe zum Boden von 35.900 km.

Geostationäre Umlaufbahnen sind für Telekommunikationssatelliten sehr nützlich. Verbleibt ein Satellit zwischen zwei Kontinenten, kann er als Funkbrücke für die Telefonkommunikation, für bestimmte Übertragungen oder für die weltweite Ausstrahlung von Fernsehsignalen dienen.

Drei geostationäre Satelliten in einem Abstand von 120 Grad voneinander reichen aus, um den gesamten Globus abzudecken und ein weltweites Kommunikationssystem zu gewährleisten.

Der erste geostationäre Satellit war der unter dem Akronym Syncom 3 bekannte Amerikaner und wurde im August 1964 gestartet. In Wirklichkeit bleibt der Satellit aufgrund der Gravitationseinflüsse von Mond und Sonne nicht genau an einem geografischen Punkt fixiert Erde, aber neigt dazu, sich zu bewegen. Um zur gewünschten Position zurückzukehren, ist der Satellit mit kleinen Triebwerken ausgestattet, mit denen er die Positionskorrekturmanöver in der von der Erde gesendeten Reihenfolge ausführt.

Die Idee der geostationären Satelliten wurde erstmals 1945 in der British Interplanetary Society vom wissenschaftlichen Schriftsteller und Popularisierer Arthur C. Clarke formuliert.


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